Pfui! Nicht anfassen! Pfoten weg! Crinum Latifolium ist giftig und wurde bereits gegossen und gefüttert. Für alles Andere benutzen Sie bitte die Toilette oder den Mülleimer!

Pfui! Nicht anfassen! Pfoten weg! Crinum Latifolium ist giftig und wurde bereits gegossen und gefüttert. Für alles Andere benutzen Sie bitte die Toilette oder den Mülleimer!

DER MANN WO GAR KEIN FELD HAT UND GANZ VIEL TOLLE SACHEN KANN

GAUDIGUAD

Wortzeichen

Demnach und nach der Bedeutung des aus dem Altgriechischen stammenden Substantivs Grammatik muss eine Grammatik der deutschen Sprache die Struktur der gesamten deutschen Dialektfamilie berücksichtigen, wenn sie nicht nur eine Grammaitk des hochdeutschen Dialekts sein soll.

3. Diphtong
Des Weiteren kommen in dem Wort GAUDIGUAD zwei sogenannte Diphtonge vor, nämlich AU und UA. Dies sind zwei Vokale, also Selbstlaute, die miteinander einen Laut bilden und als ein Laut ausgesprochen werden. Dabei gehört der erste Diphtong AU zu einer in der deutschen Sprache geradezu alltäglichen Klasse von Diphtongen, die durch Verengung des Mund erzeugt werden: AU, EI, AI, EY, EU, OI, ÄU, OU. Der zweite Diphtong UA hingegen gehört zur Klasse der Diphtonge, die durch Öffnung des Mundes erzeugt werden. Solche kommen nicht im hochdeutschen Dialekt vor, sondern nurmehr in den anderen deutschen Dialekten, zum Beispiel in den bayerischen Dialekten. Das Wort GAUDIGUAD stellt also auch eine Hommage an ein unbeachtetes Phänomen der deutschen Sprache dar und ruft dieses in Erinnerung. Außerdem beweist dieses linguistische Phänomen, wie sehr sich der Reichtum der deutschen Sprache erst in all ihren Dialekte erschließt und erschöpft.

4. Symmetrie
Schließlich weist das Lexem GAUDIGUAD noch eine weitere Besonderheit auf: Ihm inhäriert sowohl eine gewisse grafische als auch phonologische Achsensymmetrie. In dem Wort treten der Reihe nach folgende Laute auf: der Laryngal G — der Diphtong AU, der durch Verengung des Mundes erzeugt wird — der Dental D — der enge Vokal I — der Laryngal G — der Diphtong UA, der durch Öffnung des Mundes erzeugt wird — der Dental D. Wie im vorausgegangenen Absatz erklärt verhalten sich die beiden Diphtonge in der Reihenfolge ihres Auftretens also einander entgegengesetzt. Dies tun sie auch in ihrer Schreibweise. Die Grafik des in Majuskeln, das heißt, Großbuchstaben geschriebenen Wortes GAUDIGUAD zeigt eine bei den Buchstaben G und G entgegengesetzte Bauchung. Zwischen den Morphemen GAUD und GUAD wirkt das I wie eine Symmetrieachse. Wenngleich die Symmetrie in mathematischer, näherhin geometrischer Hinsicht freilich nicht besteht, ist dem Wort GAUDIGUAD doch eine gewisses Gleichmaß eigen.

Seite
2 von 2
1 - 2